Wissenschaft auf den Domfreihof

“Und führe zusammen, was getrennt ist” – unter diesem Motto ruft das Bistum Trier vom 13. April bis 13. Mai zur Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier auf. Tausende von WallfahrerInnen und PilgerInnen werden in den kommenden Wochen erwartet. Sie kommen, um den Heiligen Rock, die Tunika Jesu Christi, zu sehen.

Auch eine Gruppe Wissenschaftler macht sich auf, um den Motiven der Besucher auf den Grund zu gehen. Prof. Martin Lörsch, Lehrstuhlinhaber der Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät Trier, und Dr. Markus Gamper, Religionssoziologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungscluster “Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke”, leiten die Studie, die das moderne Pilgern und Wallfahrten erforscht. Zusammen mit wissenschaftlichen Hilfskräften und unzähligen Helferinnen und Helfern, suchen sie das Gespräch mit den Teilnehmern der Wallfahrt und stellen Fragen nach dem religiösen Selbstverständnis, der Haltung gegenüber der Heilig-Rock-Reliquie und der Kirche. Aber die Wissenschaftler haben auch die Freizeitaktivitäten und -wünsche während des Aufenthalts in Trier im Blick.

Gehen religiöse Wallfahrt und Tourismus Hand in Hand? Bereits 2010 ergründeten Prof. Julia Reuter und Dr. Markus Gamper in einer breit angelegten Studie zum Pilgerverhalten auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella das scheinbar moderne Phänomen der “religiösen Wanderer”. 2012 nun sollen die damals gewonnenen Erkenntnisse mit den Ergebnissen der Wallfahrtsstudie zum Heiligen Rock verglichen werden.

 

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