Das Projekt

Im Rahmen der Heilig-Rock-Wallfahrt vom 13. April bis 13. Mai führt der Fachbereich Soziologie der Universität Trier und der Lehrstuhl für Pastoraltheologie der Theologischen Fakultät Trier ein Forschungsprojekt durch. Zahlreiche Helferinnen und Helfer führen leitfadengestützte Interviews durch. Fragebögen werden verteilt und liegen an den Informations- und Sammelzentren der Wallfahrt aus. Darüber hinaus steht ein Online-Fragebogen für die Wallfahrer zur Verfügung.

Das Team rund um Prof. Dr. Martin Lörsch und Dr. Markus Gamper versucht im Rahmen dieser Studie folgende Fragen zu beantworten:

1) Warum kommen die Menschen während der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 nach Trier?

Die Motive der PilgerInnen bzw. Wallfahrer können ganz unterschiedlich sein. Kann man unterschiedliche Gruppen von Besuchern unterscheiden? Zum Vergleich zu den Umfragen werden die Ergebnisse der Untersuchung „Pilgern nach Compostella“ herangezogen, die ein Team des Forschungsclusters “Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke” bereits im Jahr 2010 durchgeführt hat.

2) Lassen sich in Bezug auf die Wallfahrtsangebote und Wallfahrtformen Unterschiede in der Frömmigkeit und/oder Spiritualität von Frauen und Männern beobachten?

Zu diesem Zweck werden einzelne Gruppen von Wallfahrern und Pilgern auf ihrem Weg von der Anreise bis zu ihrer Rückkehr begleitet.

3) Welche Bedeutung haben Religion, Glaube und Spiritualität im Leben derjenigen, die an der Heilig-Rock-Wallfahrt teilnehmen oder gar an ihr mitwirken?

Die Wissenschaftler beobachten dabei Prozesse der Glaubensentwicklung und schauen auf die Zeitspanne zwischen Wallfahrt und der Zeit danach (nach ca. 9 bis 12 Monaten). Sie erforschen somit auch die Nachhaltigkeit der Heilig-Rock-Wallfahrt und beziehen Aspekte wie die Vorbereitungszeit, die Wallfahrtszeit und Wirkungen der Wallfahrt nach der Rückkehr in den Alltag mit ein.