Castrojeriz – Boadilla del Camino

Nachdem wir uns von dem Mann aus Portugal verabschiedet haben, folgten wir den gelben Pfeilen zu der Herberge San Esteban. Auf dem Weg dort hin trafen wir Sabine, die mit uns schon zuvor in der Herberge war. Sie ist Franzoesin und studiert Jura. Jedes Jahr geht sie eine bestimmte Etappe. Sie wird naechstes Jahr in Leon weiter gehen. nike air max bw In der Gemeindeherberge angekommen empfaengt uns eine nette Herbergsmutter namens Judit. Sie stammt aus Ungarn und spricht sowohl Spanisch als auch Englisch. Die Unterkunft wird ueber Spenden finanziert. Der grosse abgedunkelte Raum ist mit ca. 30 Betten ausgestattet und ist sehr sauber. Im ganzen Raum wurden Raeucherkerzen angezuendet. Nach dem Duschen verbringen wir einige Zeit auf der Terrasse mit P. ugg noir (weiblich) aus Sachsen. Sie war am Vortag mit Markus in San Bol und wurde von ihm interviewt. Sie ist verheiratet, hat eine Tochter und pilgert ganz alleine auf dem Camino. Etwas spaeter gesellte sich noch ein richtiges Berliner-Original namens M. zu uns. Er erklaerte uns erstmal sehr ausfuehrlich, wie es ihm auf dem Jakobsweg von Saint Jean Pied de Port ergangen ist und zeigte uns einige seiner besten Schnappschuesse. Wir fragten, ob er bereit waere ein Interview zu geben, jedoch war sein Interesse daran nicht sehr gross. Er ist in Altersteilzeit und 59 Jahre alt. Auf die Frage, wie er auf die Idee kam zu pilgern, antwortete er, dass er die Idee schon vor Harpe Kerkeling hatte. Das Buch war fuer ihn dann der Anstoss gewesen. Langsam fuellte sich die Terrasse mit Pilgern. timberland discount Auch ein Oesterreicher setzte sich dazu mit dem wir schon zuvor in der Herberge waren. Er ist Konditormeister und geht den Weg schon zum 2. Mal, das erste Mal war vor 6 Jahren. Er hat sich eine Auszeit von seinem Job gegoennt und besucht die Abendschule, um die Matura zu machen, denn er will Berufsschullehrer fuer das Konditorhandwerk werden. Er erzaehlt, dass viele aus seinem Bekanntenkreis nicht verstehen, warum er sein so gut laufendes Geschaeft aufgegeben hat. Er meint, dass die Meisten “den Hals nicht voll genug mit Geld krigen koennen” und dabei vergessen zu leben.


Unser naechstes Ziel sollte Itero de la Vega werden. Doch es kam anders. Wir waren die Letzten, die die Herberge verliessen. Da wir noch im Tagebuch und am Blog weiter schreiben wollten, hatten wir vor nicht so weit zu pilgern. Wir verliessen den Ort in Richtung Tafelberg, unser erster richtiger Anstieg. Es war schon sehr warm und der kuehle Wind blieb an diesem Tag aus. Irgendwann bin ich auf Wandersandalen umgestiegen, denn der rechte Schuh fing an zu druecken, meine Rettung. Als wir auf dem Berg ankamen, erwartete uns ein toller Ausblick. Wir konnten erkennen, welches Wegstueck wir schon zurueckgelegt haben. Nun ging es weiter durch die Meseta. Wir ueberholten dann einen alten Mann, der uns schon die letzten Tage aufgefallen war. Er war staendig am zeichnen gewesen (dazu spaeter mehr). Nach einer Weile hofften wir auf die Beschilderung “Itero da la Vega” zu stossen, doch diese tauchte nicht auf. Stattdessen liefen wir eine 8-9 km entlang der Landstrasse, umgeben von Getreidefeldern und weit und breit waren kaum Baeume zu sehen. Nach einiger Zeit stellten wir fest, dass wir einen anderen Weg gehen und diser fuehrt eben nicht an Itero de la Vega vorbei, sondern direkt nach Boadilla del Camino. Dieser Weg war sogar 2 km kuerzer. “Alle Wege fuehren zurueck auf den Camino de Santiago!”
koerperliches Befinden: Die Sonne und die Fuesse brennen. Der Muskelkater kuendigt sich an. Nach 5 Std. erreichten wir die Herberge En el Camino. img_0277 Boadilla del Camino Die Herberge En el Camino wird im Reisefuehrer als eine Pilger-verwoehn-Herberge bezeichnet. So war es auch: Garten mit echtem Pool und englischem Rasen! Unsere Fuesse freuten sich rieseig auf die Erfrischung. bottes ugg pas cher Wenig spaeter trafen die Personen ein, die wir zuvor in der Herberge kennengelernt haben. Am Pool lernten wie A. aus Stuttgart kennen. Er war am Projekt sehr interessiert und wurde am Abend von uns interviewt. ugg homme Dann lernten wir zwei 18 Jaehrige aus Duesseldorf kennen, die in Pamplona gestartet sind und ebenfalls von uns interviewt wurden.
Weil wir alle ziemlich ausgehungert waren, verabredeten wir uns mit allen, die wir bis dahin kennengelernt haben, zum Pilgermahl, welches von den Herbergsbetreibern selbst zubereitet wurde.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Castrojeriz – Boadilla del Camino

  1. Viktoria Graf sagt:

    Hallo Schwesterherz,

    ich vermisse dich total, hoffe deine Beine machen dir den Weg nicht so schwer. Habe beschlossen auch irgendwann den gleichen Weg zu gehen, vielleicht nehme ich dann Alicias Heelys mit :-)
    Freue mich dich und Dave wieder zu sehen dann gibts wieder was “gegrealts”

    Dicken Knutscha und bis bald

    Vicky

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>